• Bewegtes Glück in der Pflegeausbildung
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Aktuelles aus dem Klinikum

Bewegtes Glück in der Pflegeausbildung

Wie ein Modellversuch der Zentralen Krankenpflegeschule an der Klinikum-Vest GmbH in Recklinghausen gesundheitsbewusstes Verhalten der Auszubildenden fördert.

Stress, Bewegungsmangel, Tabakkonsum und Fehlernährung. Dies alles sind Themen, zu denen der Leser bei den meisten Punkten zustimmend seufzen wird „kenne ich - habe ich“. 

Theoretischen Input über die Folgen pflastern dabei seinen Weg. Über alle Medien wird vor gesundheitlichen Gefahren gewarnt. Persönliche Veränderungen zu einer gesünderen Lebensweise? Fehlanzeige!

Daran ändert auch der Umstand nichts, dass man sich für die Ausbildung zur/zum Gesundheits-und KrankenpflegerIn entschieden hat. Nicht das Wissen, sondern die Tat zählt, dachten sich deshalb die Lehrerinnen und Lehrer an der Zentralen Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Klinikum Vest in Recklinghausen und fassten die vorgegebenen curricularen Theorien, Lerneinheiten wie Stress, Rauchen und  Bewegungsmangel in erfahrungsorientierte Praxis um.

So wurden aus langatmigen Power-Point-Vorträgen über Stress und seine Stressmodelle aktive Bewegungs- und Entspannungsübungen. Der Angst vor Prüfungssituationen wird mit Qi-Gong entgegen geatmet, Konzentrationsdefizite werden mit Yoga-Kerzen-Meditation überwunden und wenn alle Energie schwindet, wird auch schonmal ein Baum umarmt.

Statt der Frage „was schadet meinem Körper?“, erfährt der Pflegeschüler „Was ist Glück?“ und erlebt neurobiologisch, wie sich Glücksgefühle ohne Erhöhung des Konsums von Zigaretten, Süßigkeiten und Kaffee einzig durch ein breites Grinsen im Gesicht und der damit verbundenen Aktivierungskette (Muskel-Nerv-Neurotransmitter) direkt im Gehirn auslösen lassen.

Doch das reichte den Pflegepädagogen noch nicht. Weitere Unterrichtsmodule zum Thema Gesundheit und Gesunderhaltung wurden in einer Arbeitsgruppe konzipiert. Nun konnten die Module in einem ersten Modellversuch mit dem Pflegekurs 14B umgesetzt werden. 30 SchülerInnen im Alter von 18 bis 41 Jahren definierten daraufhin an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ihre Gesundheit neu.

Wie sah dies nun praktisch aus? Der Einstieg um 8:00 Uhr ging über ein veganes Soja- und Haferflockenfrühstück mit frischen Früchten und führte anschließend in die ersten Sportgruppen. Schwimmen im 50m-Becken der Mollbeck stand ebenso auf dem Programm, wie Nordic-Walking im angrenzenden Park, ”Bauch-Beine-Po” in umgestalteten Klassenräumen oder Wandern auf der Halde Hoheward. In entstehenden kurzen Pausen standen Räume zur Entspannung mit Chillout-Klängen bereit sowie der Hubschrauberlandeplatz zum Ballspiel. Das vegetarisch-vollwertige Mittagessen brachte einen Spinat-Mozzarella-Auflauf und reichlich Vollkorngemüsespaghetti auf den Plan. Zeit für eine gute Verdauung gab es jedoch kaum, denn schon ging es am frühen Nachmittag wieder in andere Sportgruppen. Rückenschulung, Yoga und Tabata mit ausgebildeten Fitnesstrainern stellten jeweils den Schlussakt dar.

Nikotin, Süßigkeiten, Smartphones und Café? Fehlanzeige! Wer so gar nicht verzichten konnte, hatte die Auflage, dies in einer abgelegenen Ecke alleine stehend zu tun. „Schämrauchen“ wurde beispielsweise ein witziger Verbalaufhänger, der spielerisch verdeutlichte, dass oft nicht der Genuss, sondern die Geselligkeit viele Raucher in der Ausbildung hervorbringt.

So wurden die beiden Gesundheitstage für alle ein voller Erfolg, aus dem die KursteilnehmerInnen muskelkatergeplagt, aber glücklich hervorgingen. 
„Das würden wir uns öfter wünschen!“ war deshalb auch das einstimmige Fazit der SchülerInnen; „bewegungs- und lehrreich; bewegtes Glück“ stimmten die Pädagogen zu und ergänzten „Wer so viel über seinen eigenen Körper erfahren hat, der kann gezielter und verständnisvoller Patienten beraten, die sich ähnlichen Gesundheitsherausforderungen stellen müssen“. 

Es wird also nicht bei einem Modellversuch bleiben, das Modell wird Schule machen und wurde von der Schulleitung der Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Klinikum Vest deshalb im Ausbildungsplan direkt fest aufgenommen - denn so viel ist sicher: Eine glückliche, gesunde Schule bringt glückliche, gesunde SchülerInnen hervor.

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