Adipositaszentrum Vest

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Im wahrsten Sinne des Wortes schwerwiegende Veränderungen und Umbauten im Jahr 2009 haben den Ausschlag dafür gegeben, dass das Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen in 2010 als erstes Referenzzentrum für Adipositas und Metabolische Chirurgie in Nordrhein-Westfalen zertifiziert wurde und sich deutschlandweit diesen Rang nur mit einer Frankfurter Klinik teilen musste.

Das für drei Jahre gültige Gütesiegel ist an besondere Voraussetzungen geknüpft: So müssen die Anzahl und Qualität der vorgenommenen Operationen sowie die Behandlungen im interdisziplinären Expertenteam einschließlich der Ernährungsberatung und der Langzeitnachsorge regelmäßig nachgewiesen werden. Zudem werden alle Patienten dem nationalen Register gemeldet, so dass eine begleitende wissenschaftliche Auswertung sämtlicher operativer Eingriffe - jährlich handelt es sich um rund 250 Operationen und die Beratung von etwa 1.000 Patienten - gewährleistet ist

Operationen bei krankhafter Fettsucht (Adipositas) werden in großem Umfang fast täglich mit der minimalinvasiven Technik durchgeführt. Dabei kommen sowohl Magenbandimplantation auch als ambulante Operation in Betracht. Der Magenbypass oder der Magenschlauch wird individuell als Operationsverfahren angeboten. Die Magenballonimplantation kann ebenfalls sehr erfolgreich sein. Im Anschluss an eine Gewichtsreduktion werden häufig Straffungsoperationen (Bauchdeckenplastik, Armstraffung, Beinstraffung, Bruststraffung) geplant. Die Erfolge der Adipositaschirurgie sprechen für sich. Es kann davon ausgegangen werden, dass  sich das krankhafte Übergewicht  innerhalb eines Zeitraumes von ein bis zwei Jahren im Durchschnitt um etwa 70 Prozent reduziert.

Am Klinikum Vest werden Patienten bis zu einem Körpergewicht von etwa 250 Kilogramm operiert. Darüber hinaus werden Betroffene bis zu 330kg zum Teil unter stationären Bedingungen bei der Gewichtsreduktion betreut. Bereits 2009 wurden dazu spezielle Zimmer für Schwerstübergewichtige eingerichtet, die eine adäquate Betreuung für Patienten bis zu 350kg ermöglichen. Außerdem verfügt die Klinik über Schwerlastsäulen und seit 2010 auch über zwei neue Kernspintomographen der neusten Generation (Magnetom Espree 1,5 Tesla und Magnetom Verio 3,0 Tesla), die mit einer Traglast von bis zu 250kg die Magnetresonanztomografie (MRT)  auch bei Adipösen möglichen machen. Daneben wird fortlaufend das sehr engagierte pflegerische Personal unter den speziellen Gesichtspunkten der Adipositastherapie geschult. Mittlerweile erhält das Klinikum fast täglich Anfragen zur Übernahme von Patienten aus Krankenhäusern in ganz Nordrhein-Westfalen.

 

Therapeutische Schwerpunkte

  •  Schlauchmagenbildung (Magenverkleinerung)
  •  Magenbandimplantation
  •  Bypass-Anlagen
  •  Planung von Straffungsoperationen
  •  Betreuung bei Gewichtsreduktion / Ernährungsberatung

Chefarzt

Prof. Dr. med. Martin Büsing
Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Vestisches AdipositasZentrum

Telefon: 02361 56-3101
Telefax: 02361 56-3197