Klinik für Dermatologie und Allergologie

Wundversorgung

Rund 3 Mio. Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Wunden, also Wunden, die nicht innerhalb einer Abheilzeit von bis zu 8 Wochen unter normalen medizinischen Maßnahmen abheilen. Bei solchen Problemwunden ist das für die Wundheilung notwendige Zusammenspiel verschiedener Gewebe- und Zellarten gestört.

Phasen der normalen Wundheilung:

  1. (1. bis 5. Tag) Entzündungsphase: Einwandern von Entzündungszellen
  2. (5. bis 14. Tag) Granulationsphase: Einsprossen von neuem Gewebe
  3. (14. bis ca. 21. Tag) Epithelisierungsphase: Bildung von neuer Haut

Vielfältige Ursachen können zu einer Störung der Wundheilung führen. Die häufigsten Problemwunden entstehen im Zusammenhang mit venösen oder arteriellen Durchblutungsstörungen, aufgrund einer Zuckerkrankheit, von Sensibilitätsstörungen, Infektionen, Bluthochdruck, Verletzungen und selteneren Ursachen.

Chronische Wunden bedeuten für den Patienten eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität. Sie sind mit Schmerzen verbunden, schränken die Mobilität ein, können nässen, riechen und zu sozialer Isolation führen. Die Behandlung ist zudem mit hohen Kosten verbunden.

Die häufigsten Problemwunden:

  • Ulcus cruris venosum (Ursache: Längerfristig bestehende Druckerhöhung im Bereich des Venensystems der unteren Extremitäten)
  • Ulcus cruris arteriosum (Ursache: Mangeldurchblutung)
  • Diabetische Fußläsionen (Ursache: Diese Läsionen sind das Resultat von Gefäßveränderungen bei der Zuckerkrankheit)
  • Dekubitus (Ursache: Entstehung durch ständigen Druck)

Um die richtige Versorgung chronischer Wunden zu sichern, stehen eine Vielzahl von Wundauflagen zur Verfügung. Die Wahl wird individuell getroffen.

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Prof. Dr. med. Rolf-Markus Szeimies
Prof. Dr. med. Rolf-Markus Szeimies
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