• Magnetresonanztomografie (MRT)/Kernspin
  • Das Team der Klinik für Radiologie im Klinikum Vest

Magnetresonanztomografie (MRT)/Kernspin

Bei der MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie oder auch Kernspintomographie) werden Schnittbilder verschiedener Körperregionen mit Hilfe eines starken Magnetfeldes und elektromagnetischer Wellen erzeugt.

Im Gegensatz zu anderen bildgebenden Verfahren (Computertomographie / CT, Angiographie / DSA oder Röntgenaufnahmen) werden hierbei also keine Röntgenstrahlen verwendet.

Im Klinikum Vest stehen mit einem 3 Tesla starken Gerät am Knappschaftskrankenhaus und einem 1,5 Tesla starken Gerät in der Paracelsus-Klinik zwei moderne und leistungsstarke Geräte zur Verfügung. Beide Kernspintomographen bieten durch die extra weite Tunnelöffnung (70 cm) viel Platz, so dass die Untersuchungen auch von Patienten mit Platzangst deutlich besser toleriert werden.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Nach einem Aufklärungsgespräch mit dem Arzt oder der Ärztin werden Sie für die Untersuchung bequem auf der Liege des MRTs gelagert. Ggf. wird das zu untersuchende Körperteil (z.B. das Kniegelenk) in eine Spule platziert. Diese dient als Antenne, um die Signale aus dem Körper zu empfangen, aus denen mit Hilfe eines Computers dann die Bilder errechnet werden.

Bei den Messungen entstehen starke Klopfgeräusche. Sie bekommen daher vor der Untersuchung Gehörschutz in Form von Ohrstöpseln und/oder Kopfhörern. Eine Untersuchung dauert in der Regel 10 - 20 Minuten, falls z.B. eine Kontrastmittelgabe erforderlich sein sollte, kann die Untersuchung in Ausnahmefällen auch etwas länger dauern. Unsere Medizinisch-technischen Assistentinnen haben Sie während der gesamten Untersuchungszeit über ein Sichtfenster und eine Kamera im Blick und können sich über ein Mikrophon mit Ihnen verständigen. Mit einem Klingelball in der Hand können Sie sich jederzeit bemerkbar machen, falls ein Problem auftreten sollte.

Welche Sicherheitsaspekte muss ich beachten

Innerhalb des MRT wird ein starkes Magnetfeld erzeugt. Patienten mit Herzschrittmachern oder anderen elektronischen Implantaten dürfen daher nicht im MRT untersucht werden. Mit den meisten gängigen Fremdmaterialien aus Metall, wie z.B. künstlichen Gelenken (Gelenkprothesen), Schrauben und Platten nach Knochenbrüchen oder Zahnfüllungen- und Implantaten, ist dagegen eine MRT-Untersuchung problemlos möglich.

Wurden bei Ihnen metallische oder magnetische Fremdmaterialien eingebracht?
Wenn ja, bringen Sie bitte möglichst die hierzu vorhandenen Ausweise und Unterlagen zur Untersuchung mit.

Wurde bei Ihnen ein MR-tauglicher Herzschrittmacher eingesetzt?
In diesem Fall kontaktieren Sie uns bitte im Vorfeld, da die Untersuchung in enger Zusammenarbeit mit unserer kardiologischen Klinik unter Einhaltung bestimmter Sicherheitsmaßnahmen geplant werden muss.

Leiden Sie unter Platzangst?

Mit 70 cm Durchmesser ist der Tunnel unserer Kernspintomographen sehr weit und bietet viel Platz. Daher wird die Untersuchung auch von Patienten mit Platzangst deutlich besser toleriert.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Blick mit einem Spiegel oder einer Spezialbrille umzulenken, so dass man in Rückenlage aus dem Gerät schauen kann.

Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, können wir ein Beruhigungsmittel in die Armvene spritzen. Bitte beachten Sie, dass Sie in diesem Fall am Untersuchungstag nicht mehr fahrtauglich sein werden und keine Maschinen bedienen dürfen. Sie benötigen daher eine Begleitperson, die Sie nach der Untersuchung nach Hause fahren kann.

Ist bei Ihnen eine Funktionsstörung der Nieren bekannt?

Bei eingeschränkter Nierenfunktion dürfen MR-Kontrastmittel nur mit Vorsicht unter bestimmten Voraussetzungen eingesetzt werden.

Falls bei Ihnen bereits eine Funktionseinschränkung der Nieren bekannt sein sollte, lassen Sie bitte beim Hausarzt oder bei dem Arzt, der die Überweisung ausgestellt hat, einen aktuellen Kreatininwert bestimmen und bringen Sie diesen mit zur Untersuchung.

Wie soll ich mich auf die Untersuchung vorbereiten?

Ziehen Sie bequeme Kleidung an, am besten aus Baumwolle.

Uhren und Schmuck lassen Sie soweit möglich direkt zu Hause. Verzichten Sie auf aufwändiges Make-Up, besonders Augen-Make-Up mit Metallpartikeln oder Bodylotion mit Glitzer-Effekten.

Bringen Sie evtl. vorhandene Implantatpässe oder wichtige Unterlagen von Voroperationen oder Voruntersuchungen mit.

Wenn Sie unter starker Platzangst leiden, sollten Sie eine Begleitperson mitbringen, die Sie ggf. nach Hause fahren kann, falls Sie ein Beruhigungsmittel benötigen sollten.

Dr. med. Christian Loehr, Chefarzt der Klinik für Radiologie
Dr. med. Christian Loehr
Tel.: 02361 56-3801
Fax: 02361 56-3898
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