Kostenlose Informationsveranstaltung der Medizinischen Klinik I zum Thema: „Blutverdünnung bei Herzpatienten“

Kostenlose Informationsveranstaltung der Med. Klinik I

Thema: „Blutverdünnung bei Herzpatienten“

Blutverdünner werden in der Inneren Medizin sehr häufig im Rahmen der Behandlung eingesetzt. Sie sind sowohl bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung als auch bei Vorhofflimmerpatienten sehr wirksam und wichtig. Im Rahmen der koronaren Herzerkrankung verhindern sie, dass sich implantierte Stents durch Blutgerinnsel verschließen. Bei Vorhofflimmern beugen sie zuverlässig Schlaganfällen vor.

Doch was tun, wenn Patienten diese Medikamente nicht vertragen? Das Klinikum Vest hat jetzt als eines der wenigen Entwicklungszentren bundesweit ein noch recht junges Verfahren weiterentwickelt, das aus dieser Zwickmühle befreit. Im Rahmen der Vortragsserie „Volkskrankheiten“ wird am Mittwoch, 26.06.2019 von 17.00 bis 18.00 Uhr über die verschiedenen Möglichkeiten der Blutverdünner in der Kardiologie gesprochen. Außerdem wird Chefarzt Prof. Dr. med. Frank Weidemann (Medizinische Klinik I für Kardiologie, Gastroenterologie und Diabetologie) über die neue Option des sogenannten Vorhofohrschirmchens berichten, mit dem über einen minimalinvasiven Eingriff viele Patienten auf blutverdünnende Medikamente verzichten können.

Unter Weidemann hat die Kardiologie im Klinikum Vest als eine der wenigen Kliniken Deutschlands das neue Verfahren weiterentwickelt, das einen „ebenbürtigen Schutz vor Schlaganfällen bietet“. Dazu wird ein Verschlusssystem im Vorhofohr, das sogenannte Vorhofohrschirmchen minimalinvasiv über die Leistenvenen implantiert. Prof. Weidemann erklärt das Verfahren so: „In unserem Herzkatheterlabor legen wir über das venöse System in der Leiste eine Art Schleuse bis zum Herzen. Diese Röhre, die sogenannte Schleuse, in der das Vorhofohrschirmchen steckt, wird über den rechten bis in den linken Vorhof in die richtige Position, dem Vorhofohr, geschoben. Beim Zurückziehen der Schleuse setzt sich im Vorhofohr das Schirmchen quasi selbstständig frei und verankert sich dort. Das Ganze geschieht lediglich unter Schlafmittel-Einsatz. Wir benötigen dafür keine Vollnarkose und sind aufgrund unserer hohen Erfahrung – im letzten Halbjahr waren es 60 solcher Eingriffe, in diesem Jahr werden es geschätzt 120 bis 150 Eingriffe sein – nach rund einer halben Stunde mit dem Verfahren fertig.“ Die Schleuse, mit der das Vorhofohrschirmchen transportiert wird, wurde von Chefarzt Weidemann und seinem Team weiterentwickelt. Mittlerweile werden im Klinikum Vest die meisten Schirmchen im gesamten Ruhrgebiet implantiert, daher darf sich die Med. Klinik I des Klinikums Vest auch „Entwicklungszentrum“ nennen.

Im Anschluss an den Vortag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und das Thema mit Herrn Prof. Weidemann persönlich zu besprechen.

Die Veranstaltung findet statt:
Am Mittwoch, 26.06.2019, von 17.00 bis 18.00 Uhr
Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen
Vortragsraum St. Barbara (UG)
Dorstener Straße 151
45657 Recklinghausen


Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.


Kontakt:
Med. Klinik I für Kardiologie, Gastroenterologie und Diabetologie
Chefarzt: Prof. Dr. med. Frank Weidemann
Chefarztsekretariat: Sabine Trauner
Tel.: 02361 56-3401
E-Mail: inneremedizin@klinikum-vest.de


Kommissarische Leitung Marketing- und Unternehmens-
kommunikation:

Florian Bury
Tel.: 02361 56-84031
Mobil: 0160 5970030

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