Oberarzt Charis Gkalapis (r.), Leiter Elektrophysiologie, hier zu sehen an der EPU-Einheit, führt die Untersuchungen im Hybrid Herzkatheterlabor gemeinsam mit Markus Frenz (m.), Leiter des Herzkatheterlabors (HKL), und Kevin Mentrup (Pflege HKL) durch.
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Elektrophysiologie

Rhythmusstörungen der Herzkammern können nur in begrenztem Maß durch Medikamente verhindert werden. Als wirksamere Methode hat sich die kathetergestützte Verödungstherapie etabliert. „Diese Behandlung trägt deutlich zur Livestyle-Verbesserung bei und kann unter Umständen die Lebenserwartung verlängern“, sagt Kardiologe Charis Gkalapis. In der Medizinischen Klinik I für Kardiologie, Gastroenterologie und Diabetologie des Knappschaftskrankenhauses Recklinghausen im Klinikum Vest, die geführt wird durch Chefarzt Prof. Dr. med. Frank Weidemann, verantwortet Gkalapis den Bereich Elektrophysiologie und wendet hier die neue Methode an. „Patienten mit Herzrhythmusstörung stehen häufig unter erheblichem Leidensdruck“, weiß Oberarzt Charis Gkalapis. Anschließend an solch eine elektrophysiologische Behandlung seien die allermeisten Patienten beschwerdefrei. Herzrhythmusstörungen, die für die Betroffenen beim Autofahren, beim Sport oder bei der Arbeit ein erhebliches Risiko und eine Belastung darstellen, gehören dann der Vergangenheit an.

Wenn ein Patient über Herzrasen – „das Herz schlägt mir bis zum Hals“ - Aussetzern des Herzschlages, – beide Beschwerden können bis zur Ohnmacht führen – im Rahmen der ausführlichen Anamnese berichtet, dann könnte es sich um Herzrhythmusstörungen handeln. „Es gibt viele Ursachen, manchmal liegt es an einer übermäßigen Hormonausschüttung der Schilddrüse“, erklärt Facharzt Gkalapis. Mittels Langzeit-EKG oder einer extern aufzulegenden Chipkarte, wird das Elektrokardiogramm erfasst und anschließend analysiert. Während man früher versuchte, die Beschwerden medikamentös zu behandeln, setzt man heute auf die kathetergestützte Therapie.

Facharzt Gkalapis verweist auf ein neues Bildgebungsverfahren, das so genannte 3-D Mapping System, das im Knappschaftskrankenhaus zum Einsatz kommt. Ein Katheter mit vielen Elektroden misst dabei das elektrische Potential an der Herz-Innenhaut. Eine Software erstellt mit diesen Daten ein dreidimensionales Bild. „So finden wir die Quelle der Herzrhythmusstörungen wesentlich schneller und können sie veröden“, sagt der auf Rhythmologie spezialisierte Kardiologe. Ein weiterer Vorteil: Es kommt nur zu einer geringfügigen Strahlenbelastung.

Wie erfolgt die Verödung? Über die Leiste wird der Elektrokatheter in das Herz eingebracht. „Die Analyse der zeitlichen Abfolge der Herzrhythmus-Signale ist entscheidend für die Bestimmung der Rhythmusstörungen“, sagt Charis Gkalapis. Die elektrophysiologische Untersuchung (EPU) bietet dem Arzt die Möglichkeit, Herzrhythmusstörungen auszulösen, um dann im Herzen genau deren Entstehungsmechanismus zu untersuchen und gleichzeitig zu veröden.
Besonders häufig kommt die Methode bei Vorhofflimmern zum Einsatz, einer Herzrhythmusstörung mit plötzlich beginnendem und wieder endendem, schnellem und unregelmäßigem Herzschlag. Um die unterschiedlichen Arten der Herzrhythmusstörungen einzuordnen und zu therapieren hat Charis Gkalapis am Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen eine neu strukturierte ambulante und stationäre Versorgung etabliert.

Prof. Dr. med. Frank Weidemann
Prof. Dr. med. Frank Weidemann
Tel.: 02361 56-3401
Fax: 02361 56-3498
Ltd. Arzt Elektrophysiologie
Charis Gkalapis
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