Parkinson-Zentrum MoveVest - Leistungsspektrum

Im Parkinsonzentrum MoveVest steht ein multiprofessionelles Team aus erfahrenen Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften bereit, um Patienten ambulant oder stationär kompetent zu betreuen.

Diagnostik

Für die rasche und sichere Diagnostik auf das Vorliegen einer Parkinson-Erkrankung oder ähnlicher Krankheitsbilder verfügt unsere Klinik über alle wichtigen Verfahren: 

  • Bildgebung der Hirnstruktur (Computertomografie, Kernspintomographie)
  • Bildgebung der Dopaminzellen im Gehirn (DaT-Scan, SPECT)
  • Neurophysiologisches Labor (EMG, EEG, EP)
  • Tremoranalyse
  • Riechtest
  • Medikamententest (Dopa-Test, Apomorphin-Test)
  • Ultraschall-Labor (Sonografie der Substantia nigra)
  • Neurovegetative Untersuchung (Kipptischuntersuchung)
  • Neuropsychologische Diagnostik
  • Internistische Diagnostik (einschließlich Herzecho und Endoskopie)
  • Orthopädische Diagnostik

Behandlung

Im Mittelpunkt des individuell auf den Betroffenen abgestimmten Behandlungsplans steht die Gabe von Medikamenten. Diese zielen darauf ab, das gestörte Gleichgewicht von Botenstoffen im Gehirn positiv zu beeinflussen. Insbesondere kann so die Konzentration des Botenstoffs Dopamin normalisiert werden. Dafür werden im medikamentösen Bereich alle gängigen Präparate eingesetzt.

Auf Wunsch ist die Teilnahme an Studien zur Erprobung neuer, innovativer Substanzen möglich.

Zur Therapie des fortgeschrittenen Parkinson-Syndroms bieten wir geeigneten Patienten die Tiefe Hirnstimulation sowie die Apomorphin-Pumpe und die kontinuierliche Levodopa-Therapie über eine Duodenalsonde (Duodopa) an.

Im Mittelpunkt des individuell auf den Betroffenen abgestimmten Behandlungsplans steht die Gabe von Medikamenten. Diese zielen darauf ab, das gestörte Gleichgewicht von Botenstoffen im Gehirn positiv zu beeinflussen. Insbesondere kann so die Konzentration des Botenstoffs Dopamin normalisiert werden. Dafür werden im medikamentösen Bereich alle gängigen Präparate eingesetzt.

Auf Wunsch ist die Teilnahme an Studien zur Erprobung neuer, innovativer Substanzen möglich.

Zur Therapie des fortgeschrittenen Parkinson-Syndroms bieten wir geeigneten Patienten die Tiefe Hirnstimulation sowie die Apomorphin-Pumpe und die kontinuierliche Levodopa-Therapie über eine Duodenalsonde (Duodopa) an.

Bei Patienten mit starken Wirkschwankungen der Tabletten kann eine gleichmäßigere Beweglichkeit durch außen am Körper getragene Medikamentenpumpen erzielt werden. Die Pumpensysteme unterscheiden sich je nach verwendetem Wirkstoff in Pumpengröße und Verabreichungsort:

Apomorphin-Pumpe:
Hierbei wird der Dopaminagonist Apomorphin über eine täglich neu anzulegende Hautnadel verabreicht.

Duodopa-Pumpe®:
Hierbei wird das Medikament L-Dopa kontinuierlich über eine Dünndarmsonde gegeben, welche dauerhaft durch die Bauchdecke implantiert wird.
Welches System zum Einsatz kommt, muss bei jedem Patienten im Einzelfall entschieden werden. Die Einstellung auf eine Medikamentenpumpe muss stationär vorgenommen werden. Die Nachsorge wird durch unsere Fachärzte sowie speziell qualifiziertes Pflegepersonal (Parkinson-Schwestern) sichergestellt.

Die Tiefe Hirnstimulation (THS), auch „Hirnschrittmacher“ genannt, hat in den letzten Jahren zu großen therapeutischen Fortschritten bei der Behandlung der schweren Parkinson-Krankheit geführt. Besonders geeignet sind Patienten mit erheblichen Wirkschwankungen der Tabletten, ausgeprägten unkontrollierbaren Überbewegungen durch die Medikation sowie schwerem Zittern (Tremor), welches durch Tabletten allein nicht unter Kontrolle zu bringen ist.

Bei der THS werden operativ dünne Elektroden durch die Schädeldecke in eine oder beide Gehirnhälften eingeführt und dort dauerhaft implantiert. Die Elektroden werden über ein unter der Haut verlegtes Kabel an einen Impulsgenerator angeschlossen, der zumeist wie ein Herzschrittmacher unter dem Schlüsselbein eingesetzt wird. Der Arzt kann die Einstellung des Schrittmachers von außen durch die Haut steuern und bei jedem Patienten individuell einstellen. Wissenschaftliche Studien belegen mittlerweile den erheblichen Zugewinn an Lebensqualität bei vielen operierten Patienten.

Das Parkinson-Zentrum MoveVest verfügt über breite Erfahrungen in der Behandlung von Patienten mit THS. Unser Angebot umfasst dabei:

- Kompetente Beratung vor der Operation (Indikationsstellung)
- Individuelle Testung auf die Eignung zur THS
- Beratung über mögliche Alternativen zur Operation (z.B. Medikamentenpumpen)
- Durchführung der Operation mit neurochirurgischen Kooperationspartnern (www.ruhrstim.de ; Klinik für Stereotaktische Neurochirurgie St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen, Chefarzt Dr. med. Ralph E. Lehrke)
- Postoperative Behandlung und Feineinstellung des Stimulators
- Dauerhafte ambulante Nachbetreuung

Botulinumtoxine (BTX) sind Eiweiße, welche die Übertragung krankhafter Impulse von übererregten Nerven auf die Muskulatur blockieren. Damit können heute Erkrankungen aus dem Bereich der sogenannten Dystonien wie Lidkrampf (Blepharospamus), Schiefhals (Torticollis) oder Schreibkrampf (Graphospasmus) erfolgreich behandelt werden. Auch Patienten mit spastischer Muskelüberaktivität, wie z.B. nach Schlaganfall, werden mit BTX behandelt. Bei Parkinson-Patienten eignet sich BTX gut zur Linderung des übermäßigen Speichelflusses, wenn dieser die Lebensqualität deutlich einschränkt. Auch dystone Krämpfe der Zehen- und Beinmuskeln in der sogenannten off-Phase können durch BTX gut gelindert werden.

Die BTX-Therapie erfordert ein hohes Maß an Erfahrung des Behandlers. Unser Zentrum ist im Besitz des Zertifikates „Qualifizierte Botulinumtoxintherapie“ des Arbeitskreises Botulinumtoxin e.V. der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und verfügt über eine langjährige Erfahrung mit dieser Behandlungsform.

Die Parkinson-Therapie in unserem Zentrum hat das Ziel, die Lebensqualität unserer Patienten akut zu verbessern und langfristig zu erhalten. Dafür hält unser erfahrenes Team aus Ärzten, Therapeuten und Pflegern neben der medizinischen Behandlung eine Vielzahl aktivierender Therapien (Übungsbehandlungen) bereit:

- Physiotherapie in Einzelsitzungen und Gruppentherapie
- Spezielle Übungsprogramme zum Training des Bewegungsumfangs
- Anti-Freezing Training
- Tai Chi Chuan
- Übungsprogramme zur Erhöhung der Sprechlautstärke
- Schlucktherapie
- Ergotherapie zur Bewältigung von Alltagsproblemen und zur Hilfsmittelversorgung
- Neuropsychologische Therapie bei Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen sowie zur Hilfestellung bei der Krankheitsverarbeitung
- Entspannungsübungen

Physiotherapie
Die physiotherapeutische Behandlung nach neurophysiologischen Konzepten umfasst Einzelsitzungen sowie die Gruppentherapie. Besonders die Parkinson-typischen Gang- und Gleichgewichtsstörungen werden mit spezifischem Amplitudentraining, Balancetraining sowie Haltungsschulung verbessert. Starthemmung sowie plötzliches „Einfrieren“ der Bewegungen (Freezing) können ebenfalls mit spezifischen Maßnahmen behandelt werden (sogenanntes Cueing). Zur Unterstützung der aktiven Physiotherapie bieten wir bei Bedarf physikalische Therapie mit Wärmeanwendungen und Lymphdrainage an.

Sporttherapie
Die Sporttherapie für Parkinsonkranke zielt auf die Verbesserung von Körperwahrnehmung, Koordination, Gleichgewicht, Muskelkraft und Kondition. Dafür setzen wir bei geeigneten Patienten die fernöstliche Bewegungskunst Tai Chi Chuan ein. Spezielle Übungssegmente des Tai Chi bilden eine harmonische Bewegungsfolge mit Schrittsequenzen, Richtungswechseln, Verlagerungen des Körperschwerpunktes sowie koordinierten Arm- und Rumpfbewegungen. Diese Methode kann nachweislich Kraft und Ausdauer von Parkinson-Patienten verbessern sowie zu einer Stabilisierung des Gangbildes und des Gleichgewichts beitragen.

Ergotherapie
Ziel der Ergotherapie ist es, die Betroffenen bei der Verrichtung von Alltagstätigkeiten zu stärken. Die Ergotherapie nutzt spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung, um Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung der Lebensqualität zu ermöglichen. Neben geeigneten motorischen Übungen trägt auch der sinnvolle Einsatz von Hilfsmitteln dazu bei, ein Optimum an ganzheitlicher Rehabilitation zu erreichen.

Logopädie
Bei Parkinson-Patienten bestehen häufig Schwierigkeiten des Sprechens, des Schluckens sowie eine Minderbeweglichkeit der Gesichtsmuskulatur. Nach sorgfältiger Untersuchung erstellt die Logopädie einen Therapieplan zur Verbesserung der Artikulation, zur Kräftigung der leiser werdenden Stimme, zum Erhalt der Schluckfunktion sowie zur Verbesserung der Gesichtsmimik.

Neuropsychologie
Bei einer neuropsychologischen Untersuchung von Parkinson-Patienten können Veränderungen von Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis festgestellt werden. Bei Bedarf werden dann an die jeweiligen Defizite angepasste alltagsnahe Übungs- und Kompensationsstrategien vermittelt. In begleitenden Gesprächen unterstützen wir Patienten und auf Wunsch auch Angehörige bei der Krankheitsbewältigung.

Die multimodale Komplexbehandlung der Parkinson-Krankheit ermöglicht eine umfassende und individuell für jeden Patienten angepasste Therapie. Sie kombiniert die medizinischen und aktivierenden Therapieansätze zu einer intensiven, ganzheitlichen Behandlung durch ein speziell geschultes Team. Die stationäre Behandlungsdauer beträgt dabei mindestens 14 Tage. Die Therapiebereiche kommen in individuell unterschiedlichen Kombinationen von mindestens 7,5 Stunden pro Woche zum Einsatz, davon 5 Stunden in Einzeltherapie. Das Behandlungsteam steht unter fachärztlicher neurologischer Leitung. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Komplexbehandlung der Parkinson-Krankheit jeweils einmal im Kalenderjahr.

Im Parkinson-Zentrum MoveVest beteiligen sich folgende Therapiebereiche an der Komplexbehandlung:

- Fachärzte für Neurologie mit langjähriger Erfahrung im Parkinson-Bereich
- Speziell ausgebildete Pflegekräfte, Parkinson-Fachschwester
- Physiotherapie
- Ergotherapie
- Sporttherapie
- Logopädie
- Neuropsychologie

Unsere Klinik bietet die Ambulante Video-unterstützte Parkinson-Therapie im Rahmen eines Vertrages zur Integrierten Versorgung gemeinsam mit niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen an. Über insgesamt 30 Tage passen wir dabei die Medikation und ggf. andere Therapieoptionen (Medikamentenpumpen, Tiefe Hirnstimulation) auf die individuelle Situation des Patienten an. Das Kernstück der Behandlung ist die vorübergehende Installation eines Video-Systems im häuslichen Umfeld, über das der Patient den behandelnden Ärzten mehrmals täglich kurze Videosequenzen seines Bewegungszustandes übermitteln kann. Der Behandlungsbeginn erfolgt nach Überweisung durch einen niedergelassenen Neurologen und nach Zusage der Kostenübernahme seitens der Krankenkasse.

Detaillierte Informationen zum Verfahren der Ärztlichen Videobegleitung zu Hause finden Sie in dieser Broschüre:

Parkinson - Ärztliche Videobegleitung zu Hause

Prof. Dr. med. Stephan Klebe
Prof. Dr. med. Stephan Klebe
Facharzt für Neurologie
Tel.: 02365 90-2772
Fax: 02365 90-2779
Flyer und weitere Drucksachen zum Download finden Sie hier.
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