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Aktuelles aus dem Klinikum

Kardiologen im Klinikum Vest implantieren selbstauflösende Stents

Das Team um den kardiologischen Chefarzt der Medizinischen Klinik I, Prof. Dr. Cemil Özcelik haben im Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen die ersten selbstauflösenden Stents bei Patienten mit Verengungen in den Herzkranzgefäßen implantiert. Die Verkalkung der Kranzgefäße, auch koronare Herzkrankheit genannt, zählt nach wie vor zu den führenden Todesursachen in Deutschland. Patienten mit dieser Herzerkrankung sind immer dann Herzinfarkt-gefährdet, wenn es beispielsweise in Folge der zunehmenden Verengung der Gefäße zu einem plötzlichen Verschluss kommt.

"Wenn wir bei einer Herzkatheteruntersuchung in unseren Herzkatheterlaboren eine Verengung in einem der Herzkranzgefässe feststellen, so können wir diese durch Gefäßstützen („Stents“) beseitigen. Die Stenttechnologie hat in den letzten Jahren eine atemberaubende Entwicklung genommen“, so Prof. Özcelik. Sein leitender Oberarzt Stephan Matzath fügt hinzu: „In den Anfangsjahren der Stententwicklung stellte die Verengung der implantierten Stents ein großes klinisches Problem dar. Erst mit der Einführung medikamentenbeschichteter Stents im Jahr 2004 konnte die unerwünschte Verengung der Stents unterdrückt werden“.

Die Markteinführung der neuesten bioresorbierbaren Stents könnte ein weiterer Meilenstein in der Kardiologie darstellen. „Durch Implantation der rigideren Metallstents wird der natürliche Gefäßverlauf ein Stück weit begradigt und auch die natürlichen Gefäßbewegungen werden durch die Metallstents behindert“, so der Chefarzt. Neuere Untersuchungen belegen, dass die Auflösung der bioresorbierbaren Stents nach 2 bis 3 Jahren abgeschlossen sei, so dass sich das Gefäß wieder „natürlich“ verhalten kann.

Das Grundgerüst dieser Stents bildet verfestigte Milchsäure, die ohne Rückstände vom Körper abgebaut werden kann. Nach Meinung von Prof. Özcelik kommen die bioresorbieren Stents derzeit nur bei einfacheren Gefäßläsionen zur Anwendung. „Bei der Mehrzahl der Patienten verwenden wir weiterhin Metallstents, da die Erkrankung meist schon fortgeschritten ist“, so Prof. Özcelik. Dennoch erwartet das Kardiologen-Team des Knappschaftskrankenhauses, dass das Anwendungsspektrum des neuen Stents in den kommenden Jahren deutlich erweitert wird.
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