Das Hirngefäßzentrum

Patienten mit Erkrankungen der hirnversorgenden Gefäße werden in unserem interdisziplinären Hirngefäßzentrum nach aktuellsten klinischen Standards und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt. Dafür arbeiten die beteiligten Fachdisziplinen der Neurologie, Neurochirurgie, Neuroradiologie und Gefäßchirurgie eng zusammen.

Eine regelmäßig stattfindende Fallkonferenz (Neurovaskuläres Board) stimmt die für den individuellen Patienten optimale Therapie zwischen den Fachexperten ab.

Partner

Am Hirngefäßzentrum sind folgende Kliniken beteiligt:

Hilker-Roggendorf_KontaktKlinik für Neurologie
Chefarzt: Prof. Dr. med. Rüdiger Hilker-Roggendorf
Tel.: 02361 56-3701

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PrivKlinik für Neurochirurgie
Chefarzt: Priv.-Doz. Dr. med. Maximilian Puchner
Tel.: 02361 56-3601

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Dr_Loehr_KontaktKlinik für Radiologie und Neuroradiologie
Chefarzt: Dr. med. Christian Loehr
Tel.: 02361 56-3801

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Brinkman_KontaktKlinik für Gefäßchirurgie
Chefarzt: Dr. med. Jan Friedrich Brinkmann
Tel.: 02361 56-5001

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Über alle oben genannten Telefonnummern können Sie Kontakt zu unserem Hirngefäßzentrum aufnehmen. Das Neurovaskuläre Board steht Ärzten für externe Fallvorstellungen und Therapieanfragen offen.

Therapie

Die moderne Therapie der Hirngefäße verfolgt verschiedene Ziele:

  • Gesunderhaltung der Gefäßwände (z.B. frühzeitige Behandlung von Risikofaktoren der Arteriosklerose)
    Die Arteriosklerose ist die häufigste Erkrankung der Hirngefäße. Die wesentlichen Risikofaktoren sind vor allem Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht, Rauchen und erhöhte Blutfettwerte. Die frühzeitige optimale Behandlung dieser Risiken bietet die Chance, arteriosklerotische Gefäßschäden und damit Schlaganfälle zu verhindern. Dazu stehen Medikamente zur Vorbeugung von Durchblutungsstörungen im Gehirn zur Verfügung (u.a. Thrombozytenfunktionshemmer, Antikoagulanzien, Statine).

  • Rasche Wiedereröffnung verengter oder verschlossener Gefäße bei akutem Schlaganfall zur Verhinderung eines Hirninfarktes (sog. mechanische Thrombektomie, Stent-Einlage)
    Schlaganfälle werden meist durch plötzliche Verschlüsse von Hirngefäßen verursacht, die von Blutgerinnseln aus dem Herzen oder aus einer verengten Schlagader hervorgerufen werden. Bei geeigneten Patienten kann heute nach intravenöser Behandlung mit Gerinnsel-auflösenden Medikamenten (Thrombolyse) eine Katheter-gestützte mechanische Gerinnsel-Entfernung (Thrombektomie) und/oder Gefäßerweiterung (Stent) durchgeführt werden. Auf diese Weise kann das Hirngewebe rasch wieder durchblutet und ein Hirninfarkt bei rechtzeitigem Therapiebeginn und günstigem Verlauf verhindert werden.

  • Beseitigung krankhafter Verengungen, Aussackungen  und Fehlbildungen der Gefäße zur Vorbeugung und zur akuten Behandlung von Hirninfarkten und Hirnblutungen
    Eine hochgradige Gefäßverengung (Stenose) ist meist mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden. Eine Beseitigung der Stenose mit einer Gefäßoperation (Thrombendarteriektomie durch die Gefäßchirurgie) oder mit Einsetzen einer Gefäßstütze (Stent-Implantation durch die Neuroradiologie) ist dann häufig sinnvoll. Wir beraten Sie, ob eine rein medikamentöse Behandlung, eine offene Gefäßoperation oder eine endovaskuläre Katheterbehandlung mit einem Stent im individuellen Fall anzuraten ist.
    Gefäßaussackungen (Aneurysmen) oder Gefäßfehlbildungen (Angiome, Fisteln) können Blutungen oder neurologische Störungen hervorrufen. Nicht selten werden sie aber auch zufällig bei einer CT- oder MRT-Untersuchung des Gehirns entdeckt. Immer ist sorgfältig zu prüfen, ob Nutzen und Risiko einer operativen Beseitigung in einem günstigen Verhältnis stehen. Aneurysmen im Gehirn können durch eine offene neurochirurgische Operation (Clipping) oder durch eine neuroradiologische Katheter-Behandlung vom Gefäßinneren (Coiling) ausgeschaltet werden.  Gefäßfehlbildungen mit hohem Blutungsrisiko können ebenso operativ, mittels Katheter-Eingriff oder mit einer Kombination aus beiden Verfahren behandelt werden.

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Prof. Dr. med. Rüdiger Hilker-Roggendorf
Prof. Dr. med. Rüdiger Hilker-Roggendorf, MHBA
Facharzt für Neurologie
Neurologische Intensivmedizin
Tel.: 02361 56-3701
Fax: 02361 56-3799
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