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Medizinisches Angebot - Knie

Knie-Arthrose

Erklärung und Symptome
Das Kniegelenk ist das Größte Gelenk und eine Verbindung aus einem Dreh- und Scharniergelenk, ein sogenanntes Drehwinkelgelenk. Es vereinigt Roll- und Gleitbewegungen der beteiligten Gelenkkörper.

Diese Gelenkkörper sind zum einen die Oberschenkelrolle und das Schienbeinplateau, aber auch die Kniescheibe. Hierbei gleitet die Kniescheibe in einer Rinne auf der Oberschenkelrolle. Die Kniescheibe wird durch eine derbe Sehne zum einen fixiert und zum anderen geführt.
Diese Sehne entspringt aus der Oberschenkelmuskulatur und endet am Schienbein. Beugung und Streckung des Gelenkes sind so erst möglich.

Die Oberschenkelrolle und das Schienbeinplateau sind mit einer dicken Knorpelschicht überzogen. Um die Kraft der Oberschenkelrolle zu dämpfen liegen am inneren und äußeren Schienbeinplateau die sogenannten Meniscen. Diese sind halbmondförmig angeordnet.
Die vordere und hintere Stabilität werden durch das vordere und hintere Kreuzband, die seitliche Stabilität durch das innere und äußere Seitenband gegeben.
Im Bereich der Kniekehle laufen zum einen der hintere Kapselbandapparat und dahinter gelegen die Gefäß-/Nerven- und Lymphbahnen.

Besteht ein Gelenksverschleiß (Gonarthrose) sind die Knorpelüberzüge meist unwiederbringlich zerstört, so dass Knochen auf Knochen reibt (Abb. 1 und 2). Dies erklärt auch die mitunter sehr starken, oft auch zyklisch auftretenden Schmerzen.

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Abb. 1: 79 jähriger Patient mit schwerer medial betonter Gonarthrose

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Abb. 2: 69 jähriger Patient mit ebenfalls schwerem endgradigen vollständigen Gelenkverschleiss. Zudem auch ausgeprägter Verschleiss der Kniescheibe.

Durch den immer mehr zunehmenden Abrieb des Knorpels und des Knochens kann es hierbei auch zu einem Zerreiben der Gelenksflächen kommen (Abb. 3). Dies resultiert meist in einer Instabilität des Bandapparates am Kniegelenk, woraus Folgeprobleme insbesondere des Beckens und der Wirbelsäule resultieren können.

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Abb. 3: 78 jährige Patientin mit schwerster endgradiger Gonarthrose. Es besteht zudem bereits eine Verschiebung der Gelenkfklächen, wodurch die Abnutzung nur stärker wird. Erschwerend kommt noch das Übergewicht der Patientin hinzu.

Eine fortschreitende Arthrose führt dann wiederum zu einer dauerhaften Bewegungs-einschränkung des Gelenkes mit Verkürzung der Muskulatur.

Ursachen
Man unterscheidet generell zwei Formen der Kniearthrose. Zum einen die primäre Form. Hier ist die Ursache unklar. Sie tritt im höheren Lebensalter auf, ohne dass besondere ursächliche Faktoren erinnerlich sind. Es wird z.B. eine familiäre Veranlagung vermutet.
Klar ist aber, dass das Gleichgewicht aus Knorpelauf und -abbau zu Gunsten des Abbaus umschlägt.

Bei der sekundären Arthrose sind eher Fehlbildungen oder Verletzungen des Kniegelenks sowie gewisse Grunderkrankungen die Ursache.
Fehlbildungen sind z.B. Rotationsfehlstellungen des Ober- oder Unterschenkels sowie ausgeprägte X- o. O-Beinfehlstellungen.

Ursächliche Verletzungen des Kniegelenks sind z.B. Brüche des Schienbeinplateaus, Meniscus- sowie Kreuzbandverletzungen.

Beim Kniegelenk besteht die Besonderheit, dass durch Verletzungen oder Fehlstellungen mitunter nur das innere oder das äußere Kompartiment isoliert hochgradig geschädigt sind.

Grunderkrankungen wie z.B. Rheuma oder Gicht können im Verlauf ebenfalls die Gelenksflächen zerstören und eine Arthrose begünstigen.

Zudem ist generell starkes Übergewicht schlecht für die Gelenke der unteren Extremitäten (Hüft-, Knie- und Sprunggelenk).

Erkennen
Wenn bei Ihnen längere Zeit solche Beschwerden vorliegen und sich nicht von alleine verringern, empfehlen wir den Besuch eines Orthopäden oder die Vorstellung in unserer Ambulanz.

Es gibt verschiedene Untersuchungsmethoden um den Verdacht einer Kniearthrose zu bestätigen. Zudem werden auch sogenannte bildgebende Verfahren angewandt, diese sind:

• Röntgen
• Computertomografie (CT)

Konservative Behandlungsmethoden
Neben einer operativen Versorgung sind im Vorfeld mehrere sogenannte konservative Therapieoptionen möglich. Diese sind z.B.:

• Schmerzmittel
• Infiltrationen
• Krankengymnastik/Physiotherapie
• Reizstrom
• Ultraschall o- Röntgen-Tiefenbestrahlung

Es empfiehlt sich diese nicht einzeln, sondern in Kombination durchzuführen, um einen bestmöglichsten und langanhaltenden Effekt zu erzielen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie hier

Operative Behandlungsmethoden
Auch wenn vor einer Operation konservative Maßnahmen durchgeführt werden können und diese mitunter auch sinnvoll sind, können diese nicht das ursächliche Problem beseitigen.

Wenn also Ihre Beschwerden nach intensivierter konservativer Therapie sich nicht bessern oder eine schnelle Verschlechterung auftritt, empfiehlt sich eine operative Versorgung der Kniearthrose.

Weitere Informationen hierzu finden Sie hier

Meniscus-Schädigungen

Erklärung und Symptome
Das Kniegelenk ist das Größte Gelenk und eine Verbindung aus einem Dreh- und Scharniergelenk, ein sogenanntes Drehwinkelgelenk. Es vereinigt Roll- und Gleitbewegungen der beteiligten Gelenkkörper.

Diese Gelenkkörper sind zum einen die Oberschenkelrolle und das Schienbeinplateau, aber auch die Kniescheibe. Hierbei gleitet die Kniescheibe in einer Rinne auf der Oberschenkelrolle. Die Kniescheibe wird durch eine derbe Sehne zum einen fixiert und zum anderen geführt.
Diese Sehne entspringt aus der Oberschenkelmuskulatur und endet am Schienbein. Beugung und Streckung des Gelenkes sind so erst möglich.

Die Oberschenkelrolle und das Schienbeinplateau sind mit einer dicken Knorpelschicht überzogen. Am inneren und äußeren Schienbeinplateau liegen die sogenannten Menisken (übersetzt „Möndchen“). Diese sind halbmondförmig angeordnet.

Ihre Aufgabe ist es die Kraft der Oberschenkelrolle, bei Beuge- und Streckbewegungen sowie Drehbewegungen, auf das Schienbeinplateau aufzunehmen und zu verteilen. Hierdurch entsteht eine Art Pufferung der Knorpelüberzüge der Oberschenkelrolle, als auch des Schienbeinplateaus. Der Innenmeniskus ist zudem fest mit dem Innenband und der Kapsel verbunden, was ihn wiederum auch viel häufiger einreißen lässt. Er wird unterteilt in einen vorderen, mittleren und hinteren Abschnitt.

Schädigungen der Menisken sind mit unterschiedlichen Problemen und Schmerzempfindungen verbunden. Diese richten sich am ehesten nach der Verletzungsart sowie der Schädigung des Meniscus.

Bei akuten Verletzungen im Rahmen eines Sportunfalls oder einer Verdrehung des Kniegelenks sind plötzlich starke und auch bewegungseinschränkende Schmerzen möglich. Mitunter besteht auch ein Blockadegefühl, bei der dass Kniegelenk nicht mehr selbst- und vollständig durchgestreckt werden kann.
Oftmals kommt es zu einer zusätzlichen Schwellung und Ergußbildung des Kniegelenks, als Zeichen der Schädigung der Kniebinnenstrukturen. Nach akuter Phase können die Schmerzen und die Schwellung im Verlauf abnehmen. Übrig bleiben dann meist aber noch belastungsabhängige Schmerzen, z.B. beim Treppensteigen oder Sport.

Während bei akuten Verletzungen der Schmerz plötzlich auftritt, sind bei chronischen Verletzungen die Schmerzen eher schleichend und im Verlauf zunehmend.
Dabei sind solche Mensicus Einrisse meist auf dem Boden von degenerativen Veränderungen zu beobachten.
Patienten berichten hierbei über Schmerzen im Kniegelenksbereich, die mitunter zum Abend hin zunehmen, teilweise auch mit Schwellung und Überwärmung des Gelenkes einhergehen. Die Gehstrecke kann eingeschränkt, das Treppensteigen schmerzhaft sein.

Ursachen
Wie oben bereits erwähnt liegen einer Meniscus-Schädigung sowohl akute, als auch chronische Ursachen zu Grunde.
Während akute Verletzungen am ehesten Sportverletzungen oder Verletzungen mit einer akut einwirkenden Kraft auf das Kniegelenk sind, bestehen bei chronischen Meniscus-Schädigungen im Vorfeld schon degenerative Veränderungen.

Akute Verletzungen sind meist durch starke Rotationsbewegungen des Kniegelenkes, bei aber am Boden fixierten Fuß bzw. Unterschenkel und mit zudem auch möglicher seitlicher Krafteinwirkung auf das Kniegelenk verbunden.
Diese Verletzungen sind sowohl durch Fremdeinwirkung, wie z.B. beim Fußballzweikampf, als auch ohne eine Fremdeinwirkung möglich, z.B. beim Skifahren, Tennis o. Squash.
Durch dieses Verletzungsmuster kommt es zu einer extremen und schnellen Übertragung der auslösenden Kräfte auf das Meniscusgewebe, was dieses letztlich einreißen lässt.

Bei chronischen Verletzungen entsteht die Verletzung am ehesten auf der Basis eines degenerativen Verlaufs (z.B. höheres Alter, Übergewicht, berufliche Exposition wie z.B. Profi Sportler o. kniende Tätigkeiten, höhere sportliche Belastungen wie z.B. Jogging oder auch „Stop-and-Go“ Sportarten wie Tennis oder Squash).
Diese Verschleiß- oder auch Abnutzungserscheinungen lassen den Meniscus in seiner Struktur schwächer, bzw. mürber werden. Durch die aber ständig einwirkenden Kräfte kommt es an bestimmten Stellen zu einer Mehrbelastung. Das beanspruchte Meniscus-Gewebe wird dabei immer mehr verbraucht und reißt in Folge ein.

Es wird unabhängig ob akut oder chronisch zwischen verschiedenen Meniscus-Schädigungen unterschieden:

• Längsriss
• Horizontalriss
• Lappenriss
• Korbhenkelriss

Da sich im Kniegelenk Gelenksflüssigkeit befindet sind die eingerissene Meniscus Anteile nicht fest fixiert, sondern beweglich, ähnlich einer Fahne im Wind (siehe Abb. 1). Daher nimmt der eingerissene Meniscus Anteil auch immer andere Positionen an. Mal liegt er dem restlichen Meniscusgewebe glatt an, mal ragt er in das Gelenk hinein.

Meniscus
Abb. 1: 64 Jährige Patientin mit degenerativer Schädigung des Innenmeniscus-Hinterhorns.

In Abhängigkeit der Kniegelenksbewegungen kann es hierdurch immer wieder zur Einklemmung des eingerissenen Meniscus Anteils kommen. Das erklärt dann auch die mitunter bewegungsabhängigen Schmerzen sowie auch die oft bestehenden Blockadegefühle.
Durch bestimmte Bewegungsmanöver lässt sich der eingeklemmte Meniscus aber auch wieder lösen, so dass der Schmerz oder das Blockadegefühl nachlassen.

Erkennen
Wenn bei Ihnen nach stattgehabten Unfall seit kurzer Zeit solche Beschwerden oder seit längerer Zeit immer wiederkehrende Probleme vorliegen und diese sich nicht von alleine verringern, empfehlen wir den Besuch eines Orthopäden oder die Vorstellung in unserer Ambulanz.

Es gibt verschiedene Untersuchungsmethoden um den Verdacht einer Mensicus-Schädigung zu bestätigen. Zudem werden auch sogenannte bildgebende Verfahren angewandt, diese sind:

• Röntgen
• Magnetresonanztomografie (MRT)

Konservative Behandlungsmethoden
Neben einer operativen Versorgung sind im Vorfeld mehrere sogenannte konservative Therapieoptionen möglich, welche am ehesten für Patienten mit chronischen Meniscus-Schädigungen geeignet sind. Diese sind z.B.:

• Schmerzmittel
• Krankengymnastik/Physiotherapie
• Reizstrom
• Ultraschall Bestrahlung
• Bandagen/Orthesen

Es empfiehlt sich diese nicht einzeln, sondern in Kombination durchzuführen, um einen bestmöglichsten und langanhaltenden Effekt zu erzielen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie hier

Ausnahme bildet hier eine akute Blockierung des Gelenkes, die auch nicht durch Bewegungsmanöver gelöst werden kann. Eine operative Versorgung ist hierbei dringend notwendig.

Operative Behandlungsmethoden
Generell wird das ursächliche Problem des Meniscuseinrisses jedoch nicht behandelt, sondern nur die Begleiterscheinungen. Durch die Krankengymnastik kann z.B. eine Stärkung der kniegelenksstabilisierenden Muskulatur erreicht werden.

Bei anhaltenden oder zunehmenden Schmerzen sowie einem akuten und nicht mehr zu lösendem Blockadegefühl ist eine operative Versorgung dringend zu empfehlen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie hier

Knorpelschäden

Vordere Kreuzbandläsionen

Erklärung und Symptome
Das Kniegelenk ist das Größte Gelenk und eine Verbindung aus einem Dreh- und Scharniergelenk, ein sogenanntes Drehwinkelgelenk. Es vereinigt Roll- und Gleitbewegungen der beteiligten Gelenkkörper.

Diese Gelenkkörper sind zum einen die Oberschenkelrolle und das Schienbeinplateau, aber auch die Kniescheibe. Hierbei gleitet die Kniescheibe in einer Rinne auf der Oberschenkelrolle. Die Kniescheibe wird durch eine derbe Sehne zum einen fixiert und zum anderen geführt.
Diese Sehne entspringt aus der Oberschenkelmuskulatur und endet am Schienbein. Beugung und Streckung des Gelenkes sind so erst möglich.

Die Oberschenkelrolle und das Schienbeinplateau sind mit einer dicken Knorpelschicht überzogen. Um die Kraft der Oberschenkelrolle zu dämpfen liegen am inneren und äußeren Schienbeinplateau die sogenannten Meniscen. Diese sind halbmondförmig angeordnet.
Die vordere und hintere Stabilität werden durch das vordere und hintere Kreuzband, die seitliche Stabilität durch das innere und äußere Seitenband gegeben.

Das vordere Kreuzband besteht dabei aus zwei Bündeln und ist zudem mit einem dünnen Gewebsschlauch umzogen, in dem sich Nervenfasern und kleinere Gefäße befinden.
Es verhindert in Abhängigkeit der Bewegung, in Zusammenarbeit mit den Seitenbändern und dem hinteren Kreuzband, eine übermäßige Verschiebung der in Verbindung stehenden Gelenksflächen sowohl nach vorne als zu den Seiten hin.

Im Rahmen einer Kreuzbandruptur kommt es meist unmittelbar nach dem Unfall oder dem auslösenden Ereignis zu einem heftigen einschießenden Schmerz im Bereich des Kniegelenks mit möglicher Schwellung und Ergußbildung.
Meist sind auch starke Bewegungseinschränkungen die Folge. Nach einigen Tagen klingen sowohl die Schmerzen, als auch die Schwellung ab.

Es sind aber auch Teilrupturen möglich. Hierbei ist meist der Gewebeschlauch intakt, aber eines der beiden Bündel teilgerissen oder überdehnt worden.

In den Vordergrund können nun im Verlauf Instabilitätsgefühle beim Laufen, Treppensteigen oder nach der Wiederaufnahme der sportlichen Betätigungen sein.
Dies kann zu wiederkehrenden und wechselhaften Schmerzen und Ergußbildungen des Kniegelenks führen, die insbesondere nach längerer Belastung auftreten können.

Ursachen
Überwiegend kommt es durch einen Unfall zu einer plötzlichen Ruptur des Kreuzbandes. Hierbei sind Situationen in denen das Kreuzband großen Spannungen ausgesetzt wird verantwortlich, z.B. bei starker Überstreckung oder Überbeugung des Kniegelenks.

Verletzungen durch starke Rotationsbewegungen des Kniegelenkes, bei aber am Boden fixierten Fuß bzw. Unterschenkel, mit zudem auch möglicher seitlicher Krafteinwirkung sind ebenfalls möglich.
Allen Verletzungsmustern geht eine Vorspannung des Kreuzbandes durch die oben genannten Bewegungen voraus. Durch die zunehmende Krafteinwirkung durch Überstreckung oder Überdrehung wird noch mehr Kraft, bzw. Spannung auf das Kreuzband übertragen, bis das Maximum erreicht ist und das Kreuzband reißt.

Diese Verletzungen sind sowohl durch Fremdeinwirkung, wie z.B. beim Fußballzweikampf, als auch ohne eine Fremdeinwirkung möglich, z.B. beim Skifahren, Tennis o. Squash.

Aufgrund der Ruptur des Kreuzbandes kommt es auch zu einem Riss des Gewebsschlauchs und damit zu Gefäßverletzungen. Dies führt zu einer Einblutung in das Gelenk mit Ausbildung eines Blutergusses. Oft liegen Begleitverletzungen des Innenbandes und des Innenmeniscus vor.

Allein alpiner Skisport und Fußball sind für ca. 50% aller vorderer Kreuzbandverletzungen verantwortlich.

Erkennen
Wenn bei Ihnen nach stattgehabten Unfall seit kurzer Zeit solche Beschwerden oder seit längerer Zeit immer wiederkehrende Probleme vorliegen und diese sich nicht von alleine verringern, empfehlen wir den Besuch eines Orthopäden oder die Vorstellung in unserer Ambulanz.

Es gibt verschiedene Untersuchungsmethoden um den Verdacht einer Kreuzbandruptur zu bestätigen. Zudem werden auch sogenannte bildgebende Verfahren angewandt, diese sind:

• Röntgen
• Magnetresonanztomografie (MRT)
• Computertomografie (CT)

Konservative Behandlungsmethoden
Neben einer operativen Versorgung sind im Vorfeld mehrere sogenannte konservative Therapieoptionen möglich.
Diese sind am ehesten für Patienten mit bereits abgeklungenen akuten Beschwerden, VK-Teilrupturen geeignet oder für Patienten als Vorbereitung auf eine anstehende VKB-Transplantation. Diese sind z.B.:

• Schmerzmittel
• Krankengymnastik/Physiotherapie
• Reizstrom
• Ultraschall Bestrahlung
• Bandagen/Orthesen

Es empfiehlt sich diese nicht einzeln, sondern in Kombination durchzuführen, um einen bestmöglichsten und langanhaltenden Effekt zu erzielen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie hier

Prinzipiell ist bei Patienten ohne Beschwerden oder einem Instabilitätsgefühl kein sofortiger Ersatz des vorderen Kreuzbandes notwendig. Durch Muskelaufbau können die Defizite bei diesen Patienten ausgeglichen werden.
Allerdings kann aber gerade das Instabilitätsgefühl im Verlauf der Jahre zunehmen. Hierdurch steigen durch den vermehrten Vorschub des Schienbeins gegenüber der Oberschenkelrolle die Abnutzung des Knorpels und damit das Arthroserisiko.

Operative Behandlungsmethoden
Generell wird das ursächliche Problem der Kreuzbandruptur jedoch nicht behandelt, sondern nur die Begleiterscheinungen. Durch die Krankengymnastik kann z.B. eine Stärkung der kniegelenksstabilisierenden Muskulatur erreicht werden.

Nur bei Teilrupturen und noch intaktem Gewebeschlauch um das Kreuzband besteht die Chance einer eigenständigen Heilung. Bei einer vollständigen Ruptur geschieht das nicht.

Bei anhaltenden oder zunehmenden Schmerzen, hohem sportlichen Anspruch (z.B. Profi-Sportlern) sowie einem zunehmenden Instabilitätsgefühl ist eine operative Versorgung, um das Risiko einer frühzeitigen Kniearthrose zu vermeiden, zu empfehlen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie hier

Patella-Luxationen

Erklärung und Symptome
Das Kniegelenk ist das Größte Gelenk und eine Verbindung aus einem Dreh- und Scharniergelenk, ein sogenanntes Drehwinkelgelenk. Es vereinigt Roll- und Gleitbewegungen der beteiligten Gelenkkörper.

Diese Gelenkkörper sind zum einen die Oberschenkelrolle und das Schienbeinplateau, aber auch die Kniescheibe. Hierbei gleitet die Kniescheibe in einer Rinne auf der Oberschenkelrolle. Die Kniescheibe wird durch eine derbe Sehne zum einen fixiert und zum anderen geführt.
Diese Sehne entspringt aus der Oberschenkelmuskulatur und endet am Schienbein. Beugung und Streckung des Gelenkes sind so erst möglich.

Die Gründe für ein Herausspringen der Kniescheibe (sog. Luxation) sind sehr vielfältig und weiter unten aufgeführt.

Es kommt dabei zu einem Abgleiten der Kniescheibe aus der Rinne auf der Oberschenkelrolle. Überwiegend gleitet die Kniescheibe dabei nach außen weg und springt wieder eigenständig in die Rinne zurück. Nur selten verhakt sie am Oberschenkelknorren, so dass eine manuelle Rückführung notwendig wird.

Bei Patienten mit einer sogenannten patellofemoralen Instabilität kommt es zu einer immer wiederkehrenden Luxation, mitunter sogar mehrmals in der Woche. Hierbei sind oft bestimmte unwesentliche Bewegungsmanöver der immer wieder auslösende Faktor.

Das Herausspringen ist mitunter sehr schmerzhaft. Nach stattgehabter Luxation kann dass Kniegelenk stark anschwellen und schmerzen. Es sind auch bewegungsabhängige Schmerzen möglich. Zum Teil vermeiden Patienten aber auch Bewegungen bewusst, aus Angst eine erneute Luxation zu provozieren.
Patienten mit wiederkehrenden Luxationen oder auch patellofemoraler Instabilität haben oft abgemilderte Beschwerden aufgrund der Häufigkeit.

Ursachen
Die Gründe für eine Luxation sowie einer patellofemoralen Instabilität sind sehr unterschiedlich. Häufigste Ursachen sind z.B.:

  • Angeborene Fehlbildungen der Kniescheibe sowie des Gleitlagers auf der Oberschenkelrolle (Trochlea) → sog. Patella- und Trochlea-Dysplasie
  • Achsen- oder Rotationsfehlstellungen der Beine (X-Beine) angeboren oder erworben (z.B. nach Operationen)
  • Kniescheiben-Hochstand
  • Lateralisierter (nach außen versetzter) Ansatz der Kniescheibensehne am Schienbeinkopf angeborene Bandlaxizität (überdehnbare Bandstrukturen)
  • Muskelungleichgewicht der kniegelenksstabilisierenden Muskulatur
  • Unfallbedingte Ursachen wie Kniebinnentrauma

Insbesondere bei den angeborenen Fehlbildungen treten erste Symptome meist mit Beginn der Pubertät auf. Da oft ein ausschlaggebendes Ereignis, bis auf stattgehabte Unfälle, nicht erinnerlich ist sind die Patienten bei der ersten Luxation oft sehr verunsichert und bedarf unbedingt einer weiteren diagnostischen Abklärung.

Man unterscheidet die Luxationen weiterhin nach der zugrunde liegenden Ursache in:

  • akut dispositionell - häufig und aufgrund angeborener Fehlbildungen (s.o.)
  • rezidivierend - aus der akuten dispositionellen Form resultierend, stets wiederkehrende Luxationen
  • habituell - durch gezielte Bewegungen reproduzierbar
  • kongenital - eine Luxation besteht seit der Geburt
  • neurogen - durch bestimmte neurologische Erkrankungen mit fehlender Muskelkraft
  • iatrogen - durch ärztliche Eingriffe verursacht mit Veränderungen der Beinachse oder schlecht geheilten Sehnenrissen
  • akut traumatisch - selten und oft in Kombination mit anderen Verletzungen der Kniebinnenstrukturen

Erkennen
Wenn bei Ihnen nach stattgehabter Luxation Beschwerden oder seit längerer Zeit immer wiederkehrende Luxationen vorliegen und die daraus resultierenden Beschwerden sich nicht von alleine verringern, empfehlen wir den Besuch eines Orthopäden oder die Vorstellung in unserer Ambulanz.

Da eine bestehende Luxationssituation eindeutig ist, bestehen hier keine Gründe für eine Untersuchung, sonder die Notwendigkeit einer schnellen Rückführung der Patella in die Führungsrinne, insofern das nicht selbst- oder eigenständig vom Patienten erfolgt ist.

Insofern werden nicht die Luxation selbst, sondern die Folgen der stattgehabten Luxation sowie die Ursachen einer möglichen patellofemoralen Instabilität gesucht.
Hierfür gibt es verschiedene Untersuchungsmethoden um den Verdacht einer patellofemoralen Instabilität zu bestätigen. Zudem werden auch sogenannte bildgebende Verfahren angewandt, diese sind:

• Röntgen - inklusive Spezialaufnahmen
• Magnetresonanztomografie (MRT) - inklusive Rotationsaufnahmen
• ggf. ergänzende Computertomografie (CT) - inklusive Rotationsaufnahmen

Konservative Behandlungsmethoden
Neben einer operativen Versorgung sind im Vorfeld mehrere sogenannte konservative Therapieoptionen möglich. Diese sind z.B.:

• Schmerzmittel
• Krankengymnastik/Physiotherapie
• Reizstrom
• Ultraschallbestrahlung
• Bandagen/Orthesen

Es empfiehlt sich diese nicht einzeln, sondern in Kombination durchzuführen, um einen bestmöglichsten und langanhaltenden Effekt zu erzielen.

Ziel hierbei ist es die Führung der Kniescheibe in der Führungsrinne zu zentralisieren und die kniegelenkstabilisierende Muskulatur zu kräftigen und dadurch die Zentrierung noch zu verstärken.
Anatomische Fehlbildungen können hierdurch jedoch nicht behoben werden.

Insbesondere bei Patienten mit nur einmaliger Luxation besteht keine dringende Notwendigkeit einer Operation.

Weitere Informationen über konservative Therapiemethoden finden Sie hier

Operative Behandlungsmethoden
Auch wenn vor einer Operation konservative Maßnahmen durchgeführt werden können und diese mitunter auch sinnvoll sind, können diese nicht das ursächliche Problem beseitigen.

Wenn also Ihre Beschwerden nach intensivierter konservativer Therapie sich nicht bessern oder eine schnelle Verschlechterung auftritt, empfiehlt sich eine operative Versorgung der patellofemoralen Instabilität.

Weitere Informationen hierzu finden Sie hier

 

Beinfehlstellungen

Knieprothesen Lockerung

Bei Ihnen wurde durch uns, durch Ihren Hausarzt oder Orthopäden eine Lockerung Ihrer einliegenden Knie-Prothese vermutet oder auch bereits erkannt. Dieses nennen wir eine Knie-TEP Lockerung. Hierbei muss zwischen einer infektiösen und nicht-infektiösen Lockerung unterschieden werden. Daraus ergeben sich auch die unterschiedlichen Behandlungsstrategien.

Um diese aber noch besser im Vorhinein festlegen zu können, ist eine differenzierte Erhebung Ihrer Leidensgeschichte notwendig.
Dahingehend sind weiter unten einige Fragen aufgelistet, die für unsere Planung relevant sind.

1. Wann sind die ersten Symptome aufgetreten?
2. Sind diese mit Fieber oder Schüttelfrost einhergegangen?
3. Gab es bereits früher eine Operation an der einliegenden Prothese?
4. War in diesem Zusammenhang schon einmal ein Bakterium nachgewiesen worden?
5. Haben Sie Anlauf- oder Ruheschmerzen?
6. Werden Sie mitunter nachts durch die Schmerzen wach?
7. Müssen Sie, um die Schmerzen zu ertragen, mehrere Schmerzmittel am Tag einnehmen?
8. Ist Ihre Gehstrecke durch die Schmerzen eingeschränkt?

Erklärung und Symptome
Eine Lockerung des einliegenden künstlichen Gelenkes bedeutet, dass zwischen den Prothesenanteilen und dem Knochen, den Prothesenanteilen und dem Zement oder dem Knochen und dem Zement ein Flüssigkeitsfilm entstanden ist, der die Festigkeit der Prothese aufhebt. Das betrifft entweder die künstliche Pfanne, den Schaft oder beide Anteile zusammen.

Eine Lockerung kann Jahre oder Jahrzehnte, aber auch schon Wochen oder Monate nach der Implantation entstehen. Im Schnitt ist die Haltbarkeit oder die sogenannte Standzeit jedoch bei ca. 15 Jahren.

Durch die gelösten Prothesenteile kommt es dann zu Mikrobewegungen beim Laufen, Aufstehen oder Sitzen, was wiederum den Schmerz erklärt. Diese Schmerzen können sich auf die Leistenregion projizieren, aber auch in den Oberschenkel, bis zum Kniegelenk ausstrahlen.

Ursache
Infektiöse Lockerung:
Bakterien lieben künstliche Oberflächen, wie z.B. Prothesen. Durch den Blutkreislauf können diese z.B. auf Ihre Prothese gelangen. Hierdurch wird die Festigkeit des einliegenden Prothesenmaterials aufgehoben. Es entsteht eine Gleitschicht zwischen Prothese und Knochen oder Zement.

Nicht infektiöse Lockerung:
Durch Materialaufbrauch oder Abrieb von Kunststoffpartikeln entstehen Gleitfilme, die die Festigkeit des einliegenden Prothesenmaterials aufhebt. Diese Gleitfilme gelangen zwischen Prothese und Knochen oder Zement.

Erkennen
Wenn bei Ihnen längere Zeit solche Beschwerden vorliegen und sich nicht von alleine verringern, empfehlen wir den Besuch eines Orthopäden oder die Vorstellung in unserer Ambulanz.

Es gibt verschiedene Untersuchungsmethoden um den Verdacht einer Knie-TEP Lockerung zu bestätigen. Zudem werden auch sogenannte bildgebende Verfahren angewandt, diese sind:

• Röntgen
• Computertomografie (CT)
Ferner ist es unumgänglich das Hüftgelenk zu punktieren. Durch die Kniepunktion können wir schon in den meisten Fällen im Vorfeld eine infektiöse von einer nicht-infektiösen Lockerung unterscheiden.

Nach Durchführung werden wir nach ca. 14 Tagen mit Ihnen den Befund in unserer Endoprothesen-Sprechstunde besprechen.
Sollten die Ergebnisse aussagekräftig sein, ein OP-Wunsch Ihrerseits und unsererseits eine Empfehlung vorliegen, erfolgt dann die Terminvereinbarung.

Außer bei akuten infektiösen Lockerungen ist die Durchführung einer Wechsel-Operation ein geplanter Eingriff und sollte unter den bestmöglichsten Bedingungen stattfinden.

Operative Behandlungsmethoden
Bei einer nachgewiesen Prothesenlockerung bestehen keine wirklichen konservativen Therapiemöglichkeiten.

Weitere Informationen zu den operativen Behandlungsmöglichkeiten finden Sie hier

Dr. med. Lars-Christoph Linke
Dr. med. Lars-Christoph Linke

Kontakt
Tel.: 02365 90-2501
Fax: 02365 90-2509
Paracelsus-Klinik Marl
Lipper Weg 11
45770

Terminvereinbarung:
Chefarztsekretariat
Jennifer Krol
Tel.: 02365 90-2501

Arzt-Arzt-Kontakt:
(8.00 - 15.00 Uhr,
nur für zuweisende Ärzte!)
Tel.: 02365 90-19333

Orthopädische Ambulanz:
Tel.: 02365 90-2540
Fax: 02365 90-2509

Orthopädische Stationen:
Station 5A:
Tel.: 02365 90-2851
Station 5B:
Tel.: 02365 90-2855
Station 7:
Tel.: 02365 90-2871
Körperkompass
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